Digitale Barrierefreiheit: mehr als nur ein Siegel

2021-07-13T09:14:18+02:00

  „Wenn Software für Menschen mit und ohne Behinderung zur Nebensache wird. Wenn alle die gleiche Sprache sprechen und sich alle gegenseitig verstehen. Der eine hört, der eine sieht, der andere nutzt nur die Tastatur, dennoch sprechen alle über das Gleiche.“ – Detlef Girke, BITV-Consult In Deutschland müssen der öffentliche Sektor oder die Softwarehersteller des öffentlichen Sektors ihre Anwendungen und auch das Webangebot auf Barrierefreiheit prüfen und zertifizieren lassen. Mit dem spätestens im Jahre 2025 in deutsches Recht verabschiedeten European Accessibility Act (EAA) werden weitere Services wie Bankdienstleistungen und E-Commerce auch dazu verpflichtet. Aber warum wollen Sie noch warten? Jeder kann und darf seine Anwendung auf Barrierefreiheit prüfen und zertifizieren lassen – und dafür gibt es sehr viele gute Gründe: 9 % der Gesamtbevölkerung, rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland, sind schwerbehindert und in den meisten Fällen auf barrierefreie IT-Anwendungen angewiesen. 4 % der Gesamtbevölkerung, fast 4 Millionen Menschen, haben einen internationalen Hintergrund; auch diese profitieren stark von barrierefreier Informationstechnik – als Mensch, als Verbraucher oder als Ihr Kunde. 28 % der Gesamtbevölkerung gehören zu den sogenannten „Silver-Surfern“ bzw. „60plus“ – auch diese Menschen profitieren stark von barrierefreien IT-Anwendungen. Aufgrund des demografischen Wandels bilden alle diese Menschen eine immer größere Nutzer- und Zielgruppe. Für die Zertifizierung auf digitale Barrierefreiheit gibt es ein Siegel und das bringt viele Vorteile mit sich, auf die wir hier jetzt aber nicht weiter eingehen. TÜV-Beispiel Je nach Standardprüfverfahren gibt es in Deutschland zwei Siegel (BIT inklusiv oder BIK BITV Tests). Diese Siegel sind für verschiedene Arten der Anwendungen – vergleichbar mit [...]