Digital Signage gilt als neuer Trend in der Unternehmenskommunikation. Doch wie sinnvoll ist es, noch einen weiteren Kommunikationskanal aufzustellen? Wir erklären, wie Unternehmen von der Technologie wirklich profitieren können.

Digital Signage zählt zu den großen neuen Collaboration-Trends. Das Schwarze Brett 2.0 eröffnet Unternehmen und Mitarbeitern neue Kommunikations- und Kollaborationswege. Doch was genau ist Digital Signage und wie können Unternehmen die Technologie sinnvoll einsetzen?

Unter Digital Signage fallen Bildschirme oder auch digitale Infosäulen, auf denen Unternehmen verschiedene Informationen für Mitarbeiter abspielen respektive anzeigen. Digital Signage ist damit das Schwarze Brett der digitalen Ära. An zentralen Orten, wie der Kantine, in Meeting-Räumen oder in Wartebereichen können Mitarbeiter so Neuigkeiten wahrhaftig im Vorbeigehen mitbekommen. Genau das macht Digital Signage zu einem wichtigen Kommunikationsinstrument für Unternehmen.

Unternehmenskommunikation muss alle erreichen

Denn dadurch können Firmen nicht nur relevante Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen sichtbar verbreiten, sondern ebenfalls Mitarbeiter, die nicht am Computer arbeiten sowie „Intranet-Muffel” erreichen. Das funktioniert aber nur, wenn die Kommunikation durch Digital Signage Teil einer Gesamtstrategie ist.

Niemand darf außen vor bleiben

Es stimmt, Unternehmenskommunikation ist einerseits wichtig, damit Mitarbeiter sich einbringen, Feedback weitergeben, sich miteinander austauschen und natürlich auch Informationen bekommen. Das funktioniert aber nur, wenn die Kommunikation alle Mitarbeiter erreicht. Wenn nur die Mitarbeiter, die am PC arbeiten, alle Neuigkeiten mitbekommen, das Team in der Produktion aber außen vor bleibt, ist das frustrierend für Mitarbeiter. Schließlich möchte man nicht zufällig in der Mittagspause von der Kollegin erfahren, was sie im Unternehmensblog gelesen hat, während man selbst keine Ahnung davon hatte. Genau hier kann Digital Signage eine gute Lösung sein, um sämtliche Mitarbeiter zu informieren und damit ins Unternehmensgeschehen mit einzubinden. Dafür muss niemand am PC arbeiten oder einen digitalen Arbeitsplatz haben. Die wichtigen Nachrichten bekommen so alle – direkt von den Bildschirmen – mit.

Digitale Botschaften spannend gestalten

Digital Signage ist somit eine elegante Lösung für Unternehmen, um umfassend mit ihrer Belegschaft zu kommunizieren. Besonders vorteilhaft ist die Technologie aber, wenn sie interaktiv und interessant gestaltet wird. Ansonsten kann sie schnell den gleichen Effekt wie Werbe-Berieselung haben: Sie wird ignoriert. Neben wichtigen News können Unternehmen die Inhalte zum Beispiel so gestalten, dass das Unternehmen selbst für die Mitarbeiter nahbarer wird. Dies können Fotomontagen aus verschiedenen Abteilungen sein, Mitarbeiter-Porträts oder auch Videos, die die Arbeit im Außendienst zeigen. So bekommen Mitarbeiter zum einen ein breites Bild von allem, was im Unternehmen auch außerhalb ihres unmittelbaren Dienstbereiches passiert. Zum anderen wird das Unternehmen selbst dadurch nahbarer. Mitarbeiter sehen sich selbst als Teil des Teams und identifizieren sich damit auch stärker mit ihrer Arbeit. Gleichzeitig wird dadurch auch ein besserer Zusammenhalt geschaffen. Schließlich fühlt man sich einfach mehr mit seinen Kollegen verbunden, wenn man tatsächlich sieht, wie und was sie arbeiten.

Von Digital Signage zum Social Intranet

Gleichzeitig kann Digital Signage auch als Marketingkanal für das eigene Social Intranet wirken. Wenn Mitarbeiter sehen, dass die digitalen Kanäle spannende und relevante Informationen für sie bieten oder sie auch durch die Bildschirm-Botschaften besser verstehen, wie sie das Social Intranet zu ihrem Vorteil nutzen können , kann man so auch Intranet-Skeptiker dazu animieren, andere digitale Kommunikationskanäle im Unternehmen zu nutzen. Digital Signage kann also dafür sorgen, dass sich mehr Mitarbeiter ins Intranet einklinken, und zwar nicht, weil sie müssen, sondern weil sie möchten. Der eigene Antrieb wird entscheidend gestärkt. Unternehmen können so ihre Mitarbeiter besser in die Gesamtkommunikation mit einbinden.

Lohnt sich Digital Signage im Unternehmen?

Digital Signage kann für eine Vielzahl von Unternehmen sinnvoll sein, und zwar unabhängig von ihrer Größe oder der Anzahl der Mitarbeiter. Die dynamischen Bildschirme können in großen Konzernen mit mehreren Standorten eingesetzt werden, genauso wie in mittelständischen Betrieben, bei denen Mitarbeiter häufig im Außendienst sind oder nicht ständig im gleichen Büro arbeiten. Auch kleine Start-ups mit flexiblen Arbeitsmodellen wie Homeoffice oder Jobsharing können Digital Signage beispielsweise als interaktives Tool in Kombination mit dem Smartphone nutzen, um ein dynamisches Team stets auf den neuesten Stand zu halten.

Digital Signage muss auch nicht teuer sein. Es gibt integrierte Lösungen, die weniger als 1.000 Euro kosten und somit auch für kleine und mittelständische Betriebe attraktiv sind.

Gesamtkonzept mit Team erarbeiten

Doch wie viel Nutzen ein Unternehmen wirklich aus der Digital Signage herausholen kann, hängt weniger vom Preis oder von der Technologie selbst ab, sondern vor allem davon, wie man die eigenen Mitarbeiter einbindet. Denn wenn die Inhalte für das Team nicht relevant sind oder an den Mitarbeitern vorbeigehen, bringt auch die beste Technologie nichts. Wer dazu noch böse Blicke erntet, weil er in der Arbeitszeit auf einen Bildschirm schaut, wird Digital Signage ebenfalls nicht lange nutzen.

Daher ist es ratsam, wenn Unternehmen sich im Vorfeld mit ihren Mitarbeitern zusammensetzen, Feedback einholen und darauf basierend ein fundiertes Konzept ausarbeiten. Darin sollten unter anderem folgende Fragen geklärt werden:

  • Wen wollen wir überhaupt ansprechen?
  • Mit welchen Inhalten und medialen Formen können wir dies am besten tun?
  • Welche Botschaften wollen wir als Unternehmen vermitteln?
  • Welchen Raum geben wir Mitarbeitern, um diese Informationen aufzunehmen?
  • Wie können wir eine positive Unternehmenskultur rund um die digitale Kommunikation schaffen?

So kann Digital Signage ein sehr praktischer Kanal für spezifische Unternehmensbotschaften werden und auch Mitarbeiter erreichen, die auf anderen Kanälen nicht sehr aktiv sind oder nicht digital arbeiten. Damit ist Digital Signage zwar kein Ersatz für das Social Intranet in Unternehmen, aber eine gute Ergänzung.

Wichtig: Kein weiteres Datensilo erschaffen

So wichtig die Einbettung einer Digital Signage in die Gesamtkommunikation ist, so wichtig ist auch die technische Einbettung. Digital Signage Monitore müssen die Inhalte dieses Intranets – wenn auch in angepasstem Design – wiedergeben. Eine doppelt befüllte Datenbank – alias Datensilo – birgt in sich die Gefahr von doppeltem Aufwand und veralteten Informationen. Trotz unterschiedlicher Endgeräte müssen alle Informationen zentral an einer Stelle verwaltet und gesammelt werden. Im Worst-Case-Szenario lesen die Mitarbeiter im Intranet andere Informationen als auf den Digital Signage Monitoren.

Exkurs: Sicherheit vs. Reichweite

Eines der oft ins Feld geführten Gegenargumente, ist die Sicherheit respektive die Weitergabe von firmen- oder team-internen Daten an eine (Teil-) Öffentlichkeit. Es wäre definitiv sehr gefährlich, das Intranet eins-zu-eins auf den Digital Signage-Bildschirm zu spiegeln. Eine gute Intranet-Software bietet die Möglichkeit, ganz gezielt Informationen für die Anzeige freizuschalten. Dies schützt nicht nur die Inhalte, sondern erleichtert auch die Darstellungen der Informationen ungemein. Durch die Auswahl der Informationen können diese genau an die Endgeräte angepasst werden. Gleichzeitig entsteht durch die vollständige Integration in das Intranet – wie oben erwähnt – kein weiteres Daten-Silo, das getrennt verwaltet werden muss.


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