Als digitaler Nomade auf Weltreise gehen und nebenher arbeiten, ein Start-up gründen oder auf Augenhöhe mit den Chefs im Unternehmen mitbestimmen… So kann die Zukunft der Arbeit aussehen – oder auch ganz anders.

Die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden, beschäftigt nicht nur uns, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Frage. Und wie es mit der Zukunft nun mal so ist: sie beginnt im Jetzt. Daher setzte auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Jetzt an: Sie begab sich auf eine Deutschlandreise um herausfinden, wie es um den Ist-Zustand der Arbeit bestellt ist und wohin die Reise geht. Die Eindrücke aus Unternehmen der unterschiedlichsten Größen und Branchen waren der Anlass, das „Projekt Arbeiten 4.0“ kontinuierlich weiter voran zu treiben.

Filmfestival zur Zukunft der Arbeit

Mit dem Filmfestival Futurale fördert die Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) derzeit auf eindrucksvolle Art und Weise den Dialog zur Entwicklung der Arbeitswelt. Das Festival zeigt Trends der Arbeitswelt der Zukunft, innovative Lebensentwürfe und traditionelle Unternehmen, die sich auf neue Wege begeben.

Filmfestival Futurale - Die Zukunft der Arbeit: Still aus dem Film Digitale Nomaden, © BMAS, Ben Paul.

© BMAS, Ben Paul.

Die Arbeitswelt der Zukunft ist natürlich mit Herausforderungen verbunden – eröffnet aber auch Erleichterungen und neue, spannende Lebensentwürfe. Sei es durch neue Formen der Kommunikation und des (Daten-) Austauschs oder durch die Digitalisierung von Prozessen.

 

Dialog zur Frage „Wie werden wir morgen arbeiten?“

Noch bis Herbst 2016 ist die Futurale mit sieben Dokumentarfilmen rund um das Thema Zukunft der Arbeit auf Tour durch 25 Städte in Deutschland. Im Anschluss an jeden Film wird mit Expertinnen und Experten aus der Region diskutiert – in insgesamt 175 Veranstaltungen. Klar wird dabei zumindest eines: Leben und Arbeiten lassen sich nur zusammen betrachten.

Filmfestival Futurale - Die Zukunft der Arbeit: Still aus dem Film Mein wunderbarer Arbeitsplatz, © BMAS.

Filmfestival Futurale – Die Zukunft der Arbeit: Still aus dem Film Mein wunderbarer Arbeitsplatz, © BMAS.

Das Filmfestival ist Teil des Dialogprozesses Arbeiten 4.0. Darin lädt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Fachleute ein, ihre Ideen zur Gestaltung von Arbeit in der Zukunft einzubringen. Die Ergebnisse werden in einem Weißbuch zusammengefasst, das Ende 2016 veröffentlicht wird.

 

Von YouTube-Stars und digitalen Nomaden

Die Mischung der sieben Dokumentarfilme, die im Rahmen des Festivals gezeigt werden, bildet ein sehr breites Spektrum der Arbeitswelt der Zukunft ab.

  • Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera begibt sich auf die Spuren des Startup-Booms in Tel Aviv und zeigt Ideen, Verzweiflungstaten, Resignation und Euphorie
  • In Digitale Nomaden begleitet Autor Thorsten Kolsch fünf Menschen, die ihr Leben ortsunabhängig mit digitalen Dienstleistungen bestreiten
  • Ik ben Alice stellt den sozial interagierenden Roboter Alice vor. Und findet überraschende Antworten auf die Frage, wie Roboter eine Beziehung zu Menschen aufbauen können
  • Die US-amerikanische Doku Please Subscribe erklärt das Phänomen der YouTube-Stars
  • Deine Arbeit, dein Leben! zeigt den Arbeitsalltag ganz unterschiedlicher Menschen in Nordrhein-Westphalen – authentisch von diesen selbst per Smartphone aufgenommen
  • Mein wunderbarer Arbeitsplatz erzählt unter anderem davon, was passiert, wenn Unternehmen den Chef abschaffen
  • Die preisgekrönte Dokumentation Print the Legend begleitet mehrere Unternehmen beim Wettlauf um die Markteinführung des 3D-Druckers

Weitere Informationen zu den einzelnen Filmen gibt es auf der Website der Futurale.