Low-Code-Development Plattformen bieten mit dem heutigen Wissensstand ungeahntes Potential. Die visuellen Entwicklungsumgebungen verringern den Programmieraufwand für Software-Applikationen erheblich und ermöglichen es so jedem Unternehmen, schnell, einfach und professionell Prozesse zu digitalisieren. Damit eröffnen sich für Unternehmen ganz neue Geschäftsfelder mit hohem Return on Investment und geringem Risiko.

Unternehmen stehen bei ihrer digitalen Entwicklung vor einem Dilemma: entweder eine Software-Lösung von der Stange, die sich nur mit sehr großem Aufwand in die eigene IT-Landschaft integrieren lässt. Oder die Unternehmen entwickeln die Software inhouse und starten dabei oft bei null. Dies führt meistens zu extrem langen und komplexen Entwicklungszyklen und damit auch zur Frage der personellen Ressourcen. Programmierer – sogenannte MINT-Mitarbeiter – sind bereits auf dem heutigen Arbeitsmarkt Mangelware. Wie also die Zukunft des eigenen Unternehmens sichern? Die Lösung: Low-Code-Development Plattformen!

Low-Code-Development Plattformen sind Produkte oder Cloud-Dienste für die professionelle Anwendungsentwicklung. Doch statt Programmiersprachen wird eine visuelle, deklarative Software verwendet. Diese steht dem Unternehmen oder Kunden zu geringen Kosten und sehr schnell zur Verfügung und ermöglicht es dann, per Drag-and-Drop-Technik Prozesse schnell zu digitalisieren. So können Applikationen jeder Art für das Unternehmen erstellt werden. Die Fülle an Vorteilen ist dabei enorm und stellt einen Paradigmenwechsel in der Software-Entwicklung dar.

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Den Marktanalysten von Gartner und Forrester zufolge werden Low-Code-Development Plattformen immer wichtiger für Unternehmen aller Größen. Das hat drei wesentliche Gründe. Zum einen ermöglichen sie es Unternehmen, benutzerdefinierte Webanwendungen sehr schnell zu erstellen und bereitzustellen. Zum anderen wächst der Bedarf an diesen individuellen Anwendungen stetig – nicht nur in Softwarefirmen, sondern in allen Unternehmen, die Geschäftsprozesse durch digitale Abläufe verbessern wollen. Last but not least ermöglichen Low-Code Plattformen es auch fachfremden Mitarbeitern, schnell und einfach komplexe Prozesse in Unternehmen zu erstellen. Dies führt nicht nur zu einer Entlastung der IT-Teams, sondern auch der HR-Abteilung.

Low-Code-Development Plattformen im Detail

Im Zentrum stehen dabei grafische Entwicklungswerkzeuge und Bausteine wie Flussdiagramme und Tabellen. Diese basieren in der Regel auf dem „Drag & Drop“-Prinzip. Hier werden die Business Logik, das Datenbankmodell und schließlich auch die Benutzeroberfläche der Anwendungen modelliert statt programmiert. Unternehmensanwendungen werden dadurch etwa fünf Mal schneller entwickelt als bisher. Dies führt neben einem deutlich schnellerem und höherem ROI auch zu einer Planungssicherheit für Unternehmen. Das Risiko, dass die Projekte vor lauter komplexen Programmierungsstrukturen am Bedarf des Unternehmens vorbei entwickelt werden oder ganz scheitern, sinkt erheblich.

IT-Mitarbeiter werden händeringend gesucht

Dieser vereinfachte Ansatz der Entwicklung von Unternehmensanwendungen kommt heute gerade zur richtigen Zeit: Viele IT-Abteilungen werden schlichtweg überflutet mit neuen Aufgaben und sind chronisch unterbesetzt – von ganz neuen digitalen Geschäftsmodellen im Bereich Industrie 4.0 ganz zu schweigen.

Unternehmen versuchen, möglichst viele Geschäftsprozesse zu beschleunigen, indem sie diese digitalisieren. Dadurch möchten sie rasch auf neue Anforderungen reagieren können und sich schneller als ihre Konkurrenz entwickeln. Die Erstellung und das Deployment der vom Management geforderten Anwendungen hinken jedoch vielerorts weit hinterher.

Unternehmensanwendungen, die auf Low-Code-Development Plattformen basieren, lassen sich schneller erstellen und leichter an sich wandelnde Ansprüche anpassen. Zudem befähigt Low-Code-Development auch motivierte Mitarbeiter aus Fachabteilungen ohne IT-Hintergrund – im Englischen als Citizen Developers bekannt – dazu, Unternehmensanwendungen selbst anzupassen oder gar zu erstellen. Das schafft zusätzliche Entlastung für die IT-Abteilung und eröffnet ganz neue Use-Cases.


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