Beim ersten Freiburger Digital Workplace Day am 30. Mai 2017 ging es heiß her: trotz hochsommerlicher Temperaturen war die Veranstaltung fast bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die Afterwork-Networking-Veranstaltung beleuchtete das Thema „Digitalisierung“ aus verschiedenen Blickwinkeln.

Der von der bwcon veranstaltete Digital Workplace Day war ein voller Erfolg. Über 70 Teilnehmer aus Südbaden und darüber hinaus kamen in den Räumen des Softwareherstellers United Planet zusammen. Der Zuspruch zeigt, dass Unternehmen aus der Region die Bedeutung der Digitalisierung für Ihren Geschäftserfolg erkannt haben.

Nach einer willkommenen Erfrischung zu Beginn eröffneten die Gastgeberinnen Anja Nieveler (bwcon), Ceren Akbaba (Digitales Innovationszentrum Baden-Württemberg) und Katrin Beuthner (Geschäftsführerin von United Planet) die Veranstaltung.

Visionäre, Praktiker, Übermorgenmacher

Zu Beginn des „offiziellen“ Teils führte Viktor Steinmetz in das Konzept des Digital Workplace ein. Angesichts der Flut an Informationen, die täglich auf jeden Mitarbeiter einprasseln, werden solche Systeme immer relevanter. Der Leiter des Partner-Consultings bei United Planet veranschaulichte, wie ein moderner digitaler Arbeitsplatz Informationen organisiert und für bessere Business-Entscheidungen nutzbar macht. Darüber hinaus gab er einen Einblick, wie ein solches System in der Praxis aussehen kann.

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Sven Semet von IBM zeigte im Anschluss, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf das Personalwesen hat. Das Zeitalter der digitalen Transformation erfordert von HR, sich mit den damit einhergehenden Trends auseinanderzusetzen. Kognitive Technologien eröffnen ganz neue Möglichkeiten. Anhand von Datenanalysen basierend auf IBMs „Watson“-Technologie werden zum Beispiel Methoden zur Mitarbeiterbindung entwickelt. „Wir wissen, wann ein Mitarbeiter kündigen wird, bevor er es weiß“, bekräftigte Semet und regte damit die Diskussion an.

Transformation heißt auch: Machen, was man (noch) nicht kann

Nach einer kurzen Pause begrüßte Andreas Seltmann vom Rauchmelderhersteller Hekatron die Besucher mit den scherzhaften Worten „Willkommen zurück in der Old Economy“. Er zeigte anhand von Beispielen auf, wie digitale Transformation auch im Mittelstand ganz praktisch angegangen werden kann. Seltmann betonte die Bedeutung eines entsprechenden Mindsets – auch wenn er dieses Buzzword in der eigenen Firma nie in den Mund nehmen würde. „Unternehmen müssen ihre Denkweise ändern: Weg vom Produkt, hin zum Denken in Geschäftsmodellen.“

Veränderung war auch das Thema bei Christian Steiger. Dem Geschäftsbereichsleiter bei Haufe-Lexware zufolge gilt gerade heute das Naturgesetz: „Wer sich nicht verändert, stirbt aus“. So gäbe es auch den „Dino“ Haufe schon lange nicht mehr, hätte man sich nicht beständig weiterentwickelt. Vom Herausgeber von Loseblattwerken zum Anbieter digitaler Services. Anderen Unternehmen empfiehlt Steiger, mithilfe technischer Lösungen leichter und effizienter zu arbeiten – und damit mehr Zeit für die Entwicklung neuer Geschäftsideen zu haben.

Die Vorträge betrachteten ganz unterschiedliche Facetten der Digitalisierung. Ihnen allen gemein war die Frage: Was kann ein „digitaler“ Arbeitsplatz leisten – und wie hilft er Unternehmen, zukunftsfähig zu bleiben?