Manchmal hört man Versprechen wie dieses: „Arbeite mit No Code und spar die Programmierer ein.“ Doch so einfach ist es nicht – ohne Coden kommt man nicht weit. Heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem Aufwand sparen kann. Zum Beispiel mit Low-Code.

GitHub-CEO Chris Wanstrath machte vor einiger Zeit mit einem provokanten Zitat auf sich aufmerksam: Die Zukunft des Codens sei – gar kein Coden mehr. Die gesamte Entwicklung von Software werde irgendwann automatisiert ablaufen, manueller Codeaufwand werde immer weniger gebraucht. Heißt das, der Beruf des Programmierers reiht sich bald hinter Bergleuten, Schreibmaschinisten und Rohrpostbeamten in die Liste der durch neue Technologien überflüssig gewordenen Jobs ein?
Anbieter von No Code-Plattformen versprechen letztendlich genau das: Die Ablösung des Programmierers durch Fertigbausteine und Drag-and-Drop. Doch so einfach ist es nicht. Denn vieles ist zu komplex, um ganz ohne manuelles Programmieren gelöst zu werden. Hier kommt ein anderer Ansatz ins Spiel: Low-Code. Doch Moment mal, ist das nicht dasselbe in grün? Nein!

Low-Code und No Code – zwei verschiedene Paar Schuhe

Ein verbreitetes Vorurteil ist, es handle sich bei No Code und Low-Code letztendlich um dasselbe Paar Schuhe. Aber bei näherem Hinsehen kommen deutliche Unterschiede zum Vorschein.
Als No Code bezeichnet man Plattformen, mit denen man ganz ohne Programmieraufwand Applikationen erstellen kann. Ein „No Coder“ fügt seine Anwendung per Mausklick aus vorkonfektionierten Bestandteilen zusammen, ohne dass er den Code manuell ergänzen oder anpassen kann.

Auch bei Low-Code ist das Grundprinzip, dass in einer grafischen Entwicklungsumgebung Applikationen per Drag-and-Drop aus vorgefertigten Bausteinen zusammengesetzt werden. Doch der Clou bei Low-Code ist, dass bestehende Bausteine mittels klassischen Codes von der Entwicklungsabteilung ergänzt und individuell angepasst werden können. Außerdem können mit Low-Code auch externe Logiken und Workflows mit Konnektoren in die Plattform integriert und mit den internen Prozessen verbunden werden. So lassen sich verschiedene Apps in ein großes Gesamtkonstrukt zusammenfügen – das Ergebnis ist eine effizient und sauber aufgebaute Plattform-Architektur. Um das möglich zu machen, braucht es auf jeden Fall fähige Programmierer, die den Code dazu schreiben. Somit schafft Low-Code die Programmierer nicht ab – es erleichtert ihnen die Arbeit.

No Code bleibt selten wirklich „No Code“

Doch wie Forrester anmerkt, bleibt No Code ohnehin häufig nur eine Wunschvorstellung: Viele Projekte fangen mit dem Bestreben an, ganz ohne manuellen Code auszukommen – und enden dann damit, dass dann doch der Code angepasst werden muss. Meistens, weil die vorgefertigten Teile nicht so recht passen wollen oder eine externe Datenstruktur integriert werden muss. Sobald aber Programmieraufwand im Spiel ist, kann man nicht mehr von No Code sprechen. In solchen Fällen wäre es besser gewesen, von Anfang an auf Low-Code zu setzen.
No Code mag also auf den ersten Blick eine verführerische Lösung sein, um Personal in der IT einzusparen. Doch bei einer mit No Code erstellten App ist eine Integration in übergeordnete Strukturen und eine Inklusion externer Datenquellen kaum realisierbar. Das Ergebnis ist eine Anwendung, die für sich zwar gut funktionieren mag. In ein großes, funktionierendes Ganzes einfügen lässt sie sich aber nicht.

Ein Beispiel: So erstellst du Apps mit der Low-Code-Plattform Intrexx

Wenn man dagegen die richtige Low-Code-Lösung wählt, lässt sich eine hohe Integrativität erzielen: Das heißt, die mit Low-Code erstellten Apps fügen sich in eine funktionierende Gesamtarchitektur ein. So entsteht eine Plattform, auf der alle Applikationen auf effiziente Weise miteinander verknüpft sind. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist die Low-Code-Development-Plattform Intrexx. Die grafische Entwicklungsoberfläche von Intrexx ermöglicht eine schnelle und intuitive Erstellung von Business Apps.
Doch der größte Trumpf von Intrexx ist die Vielzahl an Konnektoren, mit denen externe Applikationen angebunden werden können. So kann etwa ein SAP-System problemlos in Intrexx eingebunden werden. Im Hintergrund läuft die zuvor verwendete SAP-Software wie gehabt weiter, doch an der Nutzeroberfläche hat sie sich mit allen selbst erstellten Apps in die Plattform eingefügt und unterscheidet sich im „Look and Feel“ nicht von den anderen Anwendungen. So bemerkt der Nutzer gar nicht, dass hier eine externe Applikation nebenher abläuft. Und der größte Vorteil: Alle in der Intrexx-Plattform eingebundenen Apps sind miteinander verbunden und tauschen Daten miteinander aus.

Low-Code: Der goldene Mittelweg

Wer eine Lösung für das große Ganze haben möchte, für den ist No Code keine wirkliche Option. Es mag stimmen, dass mit solchen Lösungen Zeit und Aufwand eingespart werden. Doch eine Anbindung bestehender Systeme und eine Verknüpfung von Anwendungen untereinander ist zu komplex, um allein über vorgefertigte Bausteine bewerkstelligt zu werden. Low-Code ist eine clevere Lösung, welche die Vorteile von klassischer Programmierung und der App-Erstellung per Drag-and-Drop vereint. Standardprozesse umzusetzen, geht ganz simpel per Mausklick – und für alles darüber hinaus gibt es die Option, den Code manuell anzupassen.


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